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DAS
SONNENMETALL GOLD
Gold ist der König
unter der Metallen. Schon der Name des Sonnenmetalls zeugt von einer besonderen
Verehrung: "Aurum metallicum" (= Gold) heißt "Metall des Lichts"
(Aur = Licht) und heilige Worte wie Aura, Aum oder Amen leiten sich davon
ab. In der Kabbala ist das Wort "Aur" ein Synonym für den Geist Gottes.
Von allen Metallen
reflektiert Gold im natürlichen Zustand Licht am stärksten. Es
kommt, im Gegensatz zu den anderen Metallen, fast nur gediegen vor. Wie
ein König duldet es keine Vermischung mit unedleren Stoffen. Auch
seine Beständigkeit ist einmalig. Während archäologische
Funde aus anderen Metallen längst vom Zahn der Zeit gezeichnet sind,
erstrahlt selbst Jahrtausende alter Goldschmuck wie zum Zeitpunkt seiner
Herstellung. Auch ist kein anderes Planetenmetall so geschmeidig und anpassungsfähig.
Gold gehört
zu den seltensten Stoffen der Erde, obwohl es nahezu überall in Spuren
vorkommt. Seine weite Verbreitung in Gesteinen, Meerwasser, Atmosphäre
und im Organischen, macht es aus hermetischer Sicht zum stofflichen Träger
(Matrix) göttlicher Bewusstseinskräfte. Gold ist natürlich
auch ein Spurenelement, besonders goldhaltig sind Leber, Gehirn und Milz.
Es fördert unter anderem die Anreicherung der Blutzellen mit Sauerstoff
und koordiniert die Leistungen von Nervensystem und Abwehr.
Gold ist beseelt
vom Geist der Sonne. Es wundert von daher nicht, wenn Paracelsus der Meinung
war, dass das Sonnenmetall gegen alle Krankheiten wirken kann, die durch
die anderen Planeten verursacht werden: "Wir können auch verstehen,
dass die Quinta Essentia Auri wegen ihrer spezifischen Wirkung und wegen
der Kraft, die sie dem Herzen verleiht, imstande ist, gegen alle Gestirne
zu wirken" (Paracelsus).
Gold symbolisiert
das stoffgewordene göttliche Licht, von dem jeder etwas in sich trägt,
wir nennen es das ICH.
Auch fördert
man mit Gold die Lebenskraft; traditionell ist es Bestandteil von Lebenselixieren.
Vor allem aber bewirkt Gold eine größere seelische Gelassenheit
sowie mehr Bewusstheit über das Selbst. "Eine so große Kraft
ist im Golde, dass es alles Kranke wieder herstellt. (...) Das Gold befeuert
den Lebensgeist, kräftigt Herz und Geblüt und verleiht Größe
und Stärke" (Paracelsus).
(Text zitiert
aus: Zeitschrift Naturheilpraxis. Die Sonne im Menschen. Das Herz in der
traditionellen abendländischen Medizin. Von Olaf Rippe) |